Gestern Abend hatte Charly wieder einen der heftigeren Anfälle.

Zum Glück dauerte er diesmal nicht so lange, wie letztes Mal. Danach schlief er wieder über eine Stunde komatös.

Die Nachwirkungen - rast- und orientierungsloses Gerenne - dauerte bis in die frühen Morgenstunden. Die Zeit, die ich nicht neben ihm herlief und aufpasste, damit er nirgendwo gegenrannte oder sich in einer Ecke verkeilte, verbrachte ich auf dem Sofa, mehr oder weniger schlafend.

Gegen halb fünf war der Spuk dann vorbei. Er verlangte sein Fressen und wollte raus.

Das war wieder einmal einer dieser Momente, in denen man denkt, wenn Morgen sein Zustand nicht besser ist, dann ist es wohl Zeit, ihn gehen zu lassen. Aber - wie auch die anderen Male - denkt er nicht daran, diese Welt verlassen zu wollen. Nach dem heute Morgen das Überlebenswichtigste wie Fressen und Trinken erledigt war, legte er sich ganz normal wieder auf seinen Platz und schlief seelenruhig bis um 9 Uhr.

Nun is alles wie immer. Er findet sich in der Wohnung zurecht und rennt nirgendwo vor oder verkeilt sich orientierungslos in einer Ecke.

You have no rights to post comments