Die Geschichte von der kleinen HANNA, die nie in ihrem Leben die Sonne gesehen hatte und wie aus ihr RUBY Sonnenschein wurde:

Geboren wurde Klein-HANNA im Sommer 2004, in den Bergen von Manresa.

Dieser Ort wird auch die „Hundehölle von Manresa“ genannt. Auf dem Gelände leben etwa 160 - 190 Hunde, zwei Ziegen, eine Gans, mehrere Katzen und jeden Monat kommen neu geborene Welpen hinzu!

Kannibalismus ist dort die einzige Möglichkeit zu überleben! Alte, kranke und junge Hunde, fallen dem täglichen Überlebenskampf schnell zum Opfer!

 

So sieht es dort in den Verschlägen aus:

Die dreibeinige Hündin links, mit ihren frisch geworfenen Welpen (rechts).

Als Andrea Klein vom Tierheim Odena sie dort befreite, saß HANNA mit ihrer Schwester EMMA ganz alleine in einer kleinen Holzkiste. Ihre Bäuche waren so aufgebläht, dass man Angst hatte, sie würden platzen.

Sie hatten nie ihren Verschlag verlassen können, Nahrung gab es nicht, nur dreckiges Wasser zu trinken und den eigenen Kot zu fressen. Wo ihre Mutter und die weiteren Geschwister waren, oder was mit ihnen passiert ist. Daran möchte ich nicht wirklich denken!

Lange hätten die beiden alleine dort nicht überlebt.

Dem Engagement von Andrea Klein ist es zu danken, dass diese beiden gerettet wurden! Sie hat HANNA bepäppelt und um sie gebangt. Denn es stand wirklich nicht gut um beide! Voller Flöhe, Zecken und Würmer!

Fast ein ganzes Jahr zuvor, im fernen Deutschland, hatte eine Familie beschlossen, nach nun mehr als fünf Jahren Abstinenz, einen Hund bei sich aufzunehmen. Dieses mal sollte es aber kein Züchterhund werden, sondern einer, der wirklich unter keinem guten Stern geborenen war!

Und damit begann eine lange ereignisreiche Suche!

Alle Tierheime im Umkreis von 200 km wurden besucht (für alle die, die Geschichte von „Klein Kalle Kahl“ kennen!), bundesweit Tierheime angefragt. Es waren viele schöne Hunde darunter, aber mich trieb immer eine innere Unruhe weiter.

Irgendwo da draußen, war DIE, die ich suchte!

Und dann eines Abends, ich schaute wie so oft ins Zergportal, da schaute sie mich an:

Ruby

Das war sie!!!! Genau nach ihr hatte ich all die Zeit gesucht!!!!!!

Am 10. Oktober 2004, war es dann soweit, ich konnte sie in die Arme schließen:

Endlich in Sicherheit

Irgendwann auf unserer 700 km langen Rückreise schaute ich auf das kleine Etwas, dass auf meinem Schoß lag, und murmelte: “Du siehst aus wie eine kleine RUBY!“

Als wir am nächsten Tag zu Hause ankamen, war Restless, unser Kater, gar nicht von dem Zuwachs begeistert! Der Größenvergleich auf diesem Bild ist nicht zu unterschätzen. Restless bringt gut 7kg auf die Waage, Ruby zu dem Zeitpunkt knapp 3kg!

Erste Begegnung mit Restless

Ruby ...

... wurde aus sicherer Distanz beobachtet

... lernte die Ostsee kennen

... und den Sonnenschein

... wurde mutiger

... futterte ordentlich

... und mit Restless klappte es auch schon besser.

Und nach viel Schlaf ...

... und Liebe und Geborgenheit ...

... wurde aus der kleinen Hanna ...

... die stolze Ruby Sonnenschein

Ruby Sonnenschein

Im Namen von Ruby sage ich Dank, an ihre Retterin und all denen, die sich um die Hunde der „Hundehölle von Manresa“ bemühen!

Wir haben durch Euch einen wirklich tollen Familienhund gefunden, und Ihr habt ein Leben gerettet!

Verliert nicht den Mut und die Kraft weiter zu machen, denn es gibt noch so viele “Ruby Sonnenschein“ auf der Schattenseite!

Liebe Grüße y moltas gracias la vostra „Ruby Solai“ alias Hanna:

 


Ruby ist heute, am 30. November 2016, über die Regenbogenbrücke gegangen. Mach's gut mein Mädel. Wir werden dich unendlich vermissen.

Hier kommen Charlys Freunde zu Wort, die im Jahr 2005 zu den ersten "Charlyoten" gehörten. Cindy und Jeska sind inzwischen über die Regenbogenbrücke gegangen - r.i.p. ihr Beiden.

Die jeweiligen Portraits findet ihr rechts in den Untermenüs von "Charlys Freunde - Portraits"

Update 12.07.2017

Inzwischen sind auch Ruby und Sato den Weg über die Regenbrücke angetreten - r.i.p. ihr Zwei.

Hallo, ich bin der Sato! Ich wurde am 15. Dezember 2003 auf Kreta geboren, und zwar in einer Baumwurzel. Im Januar brachte man mich und meine Geschwister dann zur Tierhilfe Arche Noah, von wo aus ich im April 2004 ins TH Münster/Westf. gebracht wurde. Da saß ich nun in meinem Zwinger und fühlte mich ein wenig verlassen.

Leute kamen und gingen, aber ich durfte wohl noch nicht mit oder keiner wollte mich haben. So genau weiß ich es gar nicht.

 

Aber dann! Es war an einem Montagnachmittag! Es war der 24. Mai 2004! Mein Glückstag! Drei Menschen, das waren Julia, Inge (Frauchen von Charly) und Alfred (Chef von Inge und Charly) kamen an meinen Zwinger, schauten mich an und lockten mich. Sofort krabbelte ich an den Zaun und legte mich auf den Rücken.

Die Eine, das war Julia, wie sich herausstellte, fing auch gleich an, mich zu streicheln. Sie sah mich richtig verliebt an. "Die ist es! Die muss es sein!", hab ich nur gedacht. Plötzlich gingen sie wieder weg. He! Was soll das? Wo wollt ihr hin?

Aber eh ich mich versah, kamen sie mit der TH-Leiterin zurück und holten mich raus. Sie nahmen mich mit zu einem Spaziergang. Ja! Ich war überglücklich.

Dann ging's zurück! Ne, das passte mir aber nun gar nicht. Ich will nicht zurück. Ich sträubte mich, was das Zeug hielt, aber es nützte nichts, ich musste zurück ins Tierheim. Nun verstand ich die Welt nicht mehr. Die waren doch soooo nett zu mir gewesen, warum nehmen sie mich denn nicht mit?

 Zwei Tage später, es war der 26. Mai 2004, stand Julia plötzlich wieder vor meinem Zwinger. Sie hatte diesmal zwei andere Menschen mitgebracht, ihre Eltern Annemie und Klaus. Ich schöpfte wieder  Hoffnung und zeigte mich von meiner allerbesten Schokoladenseite. Und dann war es soweit! Ich wurde wieder aus meinem Zwinger geholt, dann erledigten die Menschen noch allerlei Papierkram, und  dann endlich hatte ich ein neues Zuhause. Das heißt, es war ja eigentlich mein erstes richtiges Zuhause.

 An dem Haus angekommen, traute ich mich erstmal gar nicht da rein. DAS war ich ja nun gar nicht gewohnt. So ein riesiger Klotz! Ne ne, wer weiss, wo die mit mir hingehen. Nach einigen netten  Lockversuchen liess ich mich denn doch überreden, und nach ein paar Tagen fühlte ich mich in meinem neuen ersten Zuhause pudelwohl. So wohl, das ich glaubte, alles wäre meins: Die Zeitung, die  Post, die Hausschuhe, die Blumentöpfe........! Irgendwie waren meine Menschen da allerdings anderer Meinung. Hm!

 Am Donnerstag nahm Julia mich dann mit in Annemies Büro. Dort lernte ich Charly kennen. Ein super Kumpel, kann ich euch sagen. Erstmal musste ich ihm allerdings klar machen, dass Julia MEIN  Frauchen ist. Also knurrte ich ihn an, als er zu Julia wollte. Das hat er auch sofort akzeptiert. Na ja, ansonsten ist er im Büro der Boss, aber das ist für mich schon ok. Mittlerweile lässt er mich sogar  grosszügig in seinem Körbchen schlafen. Ich glaube, das macht er aber nur, weil er dann öfters bei seinem Frauchen auf den Schoss darf, dieses Schlitzohr.

 Wir hatten eine herrliche Zeit. Tobten zusammen, schliefen zusammen und leckten sogar zusammen aus einem Joghurtbecher. Ja, ja, ich sagte, wir hatten! Denn seit Ende Mai 2005 ist mein Herrchen zu Hause und das bedeutet, dass ich nicht mehr jeden Tag mit ins Büro darf. Schade! Aber WENN wir uns dann sehen, dann wird erstmal ausgiebig getobt bis zum Umfallen!

Charly und Sato

 

Sato ist am 21. Februar 2017 über die Regenbogenbrücke gegangen. Komm gut rüber, Süßer. Und klau nicht wieder mit Ruby Kuchen, hörste!

Einen Hund aus Spanien? Nein, dass muss doch nicht sein. - Einen Rassehund? Och nööö,..

Ein abenteuerlicher Mix aus einem hiesigen Tierschutz, hatte ich mir vorgestellt, wäre der/die beste Kollege/in für unsere Cindy. Nur hatte Cindy da eine ganz andere Vorstellung als wir. Sie akzeptierte keinen von uns Vorgeschlagenen. Obwohl wir wirklich Rücksicht auf ihre Ansprüche nahmen. Nicht zu jung, nicht zu wuselig, nicht,,..... nicht,...nicht,........... Und Chef musste SIE bleiben.

Irgendwann blickte mich aus den Tiefen des www ein StruwelTier an......durch die Gitterstäbe eines spanischen TH. Aber sie war ja in Spanien, also konnt' ich nicht testen wie Cindy auf sie reagieren würde. Also kein Fall für uns :-/.

Da sie mit der Hitze in Spanien jedoch nicht gut zu Recht kam, holte man sie nach Deutschland. Geschätzte sieben Jahre sollte sie alt sein. Für die Zucht unbrauchbar geworden, da sie mittlerweile ihre eigenen Welpen tot biss, hatte man sie sich selber überlassen,... und so sah auch ihr Fell aus. Sie musste geschoren werden.

--ihr merkt schon: ich habe ihre Geschichte schon beobachtet, eh sie überhaupt hier war ;-))—

Nun sah sie aus wie eine Tüpfelhyäne. Da Hunden aber nun mal das eigene Äußere ziemlich schnuppe ist, fühlte sie sich sauwohl ohne die Last des Drecks in ihrem Fell. Nie werde ich ihr Gesicht vergessen, als ich mit ihr, noch in der Pflegestelle, auf dem Boden hocke, und sie mir mit schräg gelegtem Kopf ihre dicke Tatze aufs Knie legte.

Das liest sich evt. etwas albern und/oder abgedroschen, aber: Dieser Hund hat was! Und dieses ´Etwas´ ist es wohl auch gewesen, was Cindy sie sofort akzeptieren ließ.

Sie war erst ein paar Tage in der Pflegestelle. Viel kannte sie nicht. Ängstlich war sie nicht,.. aber es war alles,.. wirklich ALLES so neu. Ihre hauptsächliche Beschäftigung bestand aus: Gucken!

Ich wollte mir mindesten eine Woche Urlaub nehmen, wenn ein neuer Wuff
bei uns einzieht. Es war ein Montag. Wir nahmen sie sofort mit. Weil ich irgendwie sofort WUSSTE, dass das funktionückelt mit den beiden. Und so war es dann auch. : -)))

Beim Verlassen der Pflegestelle wurde uns noch gesagt, dass sie eine reinrassige Katalanische Hirtenhündin ist. Ahja?!? Wieder 'ne neue Rasse kennen gelernt.

Und als Hütehund wird sie ja dann auch kein bis wenig Jagdtrieb haben. Das passte mir auch recht gut in den Kram. Ich machte mich über die Rasse schlau. Studierte alles was mir im Net so vor die Augen kam.

-Hütehund, weicht seinem Besitzer nicht von der Seite,------- Fremden gegenüber distanziert, ------ Temperaturunempfindlich,------ guter Wachhund, ------ einfachste Nahrung reicht ihm aus und er weiß auch, wann er genug hat. Soviel zur Theorie.

Und nun zur Praxis: Erstmal ist sie für ein Mädel mit ihren knapp 60 cm Schulterhöhe zu groß. Sie jagt, (wenn ich sie denn ließe), geht auf jeden Fremden zu, kann Wärme überhaupt nicht vertragen, und würde fressen bis sie platzt (gut, das wird wohl mit ihren bisherigen Erfahrungen zu tun haben). Aber sehr viele Übereinstimmungen hab ich in der Rassebeschreibung nicht gefunden. Vielleicht hat sie auch gewusst, dass wir eigentlich keinen Rassehund wollten und sich dann gedacht: "Dann verhalt ich mich eben nicht wie Einer!" *grins*

Die Optik, ja ok. Die käme hin. Fellfarbe, Körperbau, Kopf- und Nackenform, Scheitel,..... Jedoch sind ihr die Ohren abgeschnitten worden. Und ihr Schwanz ist nur noch ein paar cm lang und auch noch (wohl durch einen unbehandelten Bruch) stark abgeknickt.

Das muss alles lange her sein. Sie hat heute keine Probleme mehr damit. Auch meine anfängliche Sorge, dass sie deswegen evt. ein zwischenhundisches Verständigungsproblem haben könne, hat sich nicht bestätigt

Auch hat sie eine Verfärbung in den Augen. Bisherige Informationen schwanken zwischen Pigmentflecken und Folgen einer Verletzung. Ich bin mir noch nicht sicher. Sicher bin ich allerdings, dass es sie kaum, wenn überhaupt, in ihrer Sehkraft beeinträchtigt.

Alle Welt fliegt auf sie. Egal wohin wir sie mitnehmen, überall werden wir auf sie angesprochen. Sie hat so was im Blick,... so was eben worauf anscheinend jeder fliegt. "Everybodys Darling" eben ;-)).

Ich musste mich ziemlich umstellen. Dieser Hund lässt sich knuddeln bis zur Kahlheit. Folgt mir auf Schritt und Tritt. Anfangs bin ich einmal im dunklen Hausflur über sie gefallen.--- seitdem brennt dort öfter Licht. :-/

Mittlerweile ist sie wieder zu einem riesen Plüschtier mutiert. Im wahrsten Sinne des Wortes.

Dieser Hund kennt keine Bosheit, keine Aggression,.... Nichts dergleichen !!

Als sie zur Vermittlung stand, wusste man noch nicht so sehr viel über sie. Mit dem heutigen Wissen würde sie als absoluter Anfängerhund angepriesen werden. Zu Recht,.. so einen unkomplizierten Schatz hab ich selten gesehen.

Cindy und Jeska sind so unterschiedlich wie Hunde kaum sein können. Auch optisch, aber vor allen Dingen im Wesen.

Und trotzdem ist jede für sich der größte Schatz, den wir uns je leisten konnten.


Am 27. April 2011 ist Jeska ihrer Cindy über die Regenbogenbrücke gefolgt.

Mach's gut, du süßes Tüpfeltier! Du wirst uns allen sehr fehlen!

Hallo !! Ich bin Cindy.

Mittlerweile bin ich schon über 15 Jahre alt. Aber das sieht man mir nicht an. Und merken tut man es auch nicht, vor allem nicht, wenn ich im Wasser plantschen darf. Und außerdem redet eine Dame eh nicht über ihr Alter. Was ich für eine Rasse bin?? Nun ja, ich bin schon ziemlich rassig. Grade weil mehr als eine Rasse in mir steckt. Spitz, Shelty, ... hm?? Seehund vielleicht. Aber dazu später mehr.

Zuerst mal zu meinen Memoiren:

Geboren wurde ich im Dezember 1994. Da weiß ich nichts mehr drüber, auch nicht den genauen Tag. Auch kann ich mich nicht mehr an meine Eltern und Geschwister erinnern. Ganz jung, wohl viel zu jung, kam ich zu einer jungen Frau. Mir ging es gut. Ich war Freundin, Vertraute und Spielgefährtin.

Dann lernte sie einen Mann kennen. Mit dem kam ich nicht so gut zu Recht,.. aber na ja, es ging. Wir brauchten uns beide gegenseitig nicht. Wir konnten uns aus dem Weg gehen. Allerdings hatte mein Frauchen immer weniger Zeit für mich. Das machte mich schon sehr traurig.

Dann kam das erste Kind. Ich habe mich mit meinem Frauchen darauf gefreut. Auch durfte ich die beiden auf den Spaziergängen begleiten. Das hat mir Freude gemacht. Noch heute gucke ich neugierig in jeden Kinderwagen rein. Auch wenn ich nur noch selten welche zu sehen bekomme.

Dann kam das zweite Kind. Ich weiß nicht was sich sonst noch geändert hat, aber nun durfte ich kaum noch etwas. Kaum noch jemand hatte Zeit für mich. Oft waren Kinder da, die mich ärgerten. Ich durfte nicht zeigen, wenn mir etwas nicht gefiel. Meistens waren es Jungs so um die 10 Jahre.

Die meiste Zeit musste ich draußen verbringen. Keiner kümmerte sich um mein Fell. Die langen Haare verfilzten. Ich war oft traurig.

Dann hieß es, dass das neue Kind krank ist. Wegen mir krank ist. Nun durfte ich gar nicht mehr rein. "Allergie" nannten die Menschen diese Krankheit. Aber ich konnte doch nichts dafür. :-/ Oder?

Meinem Frauchen hat es Leid getan, aber sie hat sich mit der Tierhilfe in Verbindung gesetzt und mit deren Hilfe ein neues Zuhause für mich gesucht.

Eines Tages kamen zwei mir fremde Menschen und holten mich ab. Das war furchtbar. Ich hab doch solche Angst vor fremden Menschen und lass mich auch heute noch nicht von ihnen anfassen. Aber damals musste ich in deren Auto einsteigen. Sie waren zwar nett, aber ich hatte trotzdem Angst. Ich hab getobt wie ein ´Großer´!!!! Was wird nun aus mir ??!??!!? Ich war 3,5 Jahre alt. Aber sehr viel hatte ich noch nicht erleben dürfen.

Es war ein heißer August-Tag. Und seitdem bekomme ich an jedem 10. August eine Käseplatte,... versteh ich zwar nicht, aber gefallen tut es mir trotzdem. Ich glaube, ich habe seitdem zwei Geburtstage.;-)

Die Fahrt war nicht sehr lang. Eine Viertelstunde ca. Dann hielt das Auto wieder an. Die Leute von der TH warnten zwei andere, mir fremde Menschen, dass ich wohl das Auto beschützen würde und sie mit ihrem großen Hund nicht zu nahe daran kommen sollten. Aber ich hatte doch nur Angst.

Heute weiß ich, dass dieser große blonde Hund Buffy heißt und mir nachher eine ganz liebe Freundin wurde. Sie wohnte gar nicht dort, sie war zu der Zeit nur in Urlaubspflege da. Auch war da noch ein großer schwarzer Rüde. Felix hieß der. Der war mir etwas zuuu aufdringlich. Nun gut,.. er war nicht kastriert, ich auch noch nicht,... und zu allem Überfluss war ich auch noch läufig. Na ja, lange Rede kurzer Sinn: Innerhalb kürzester Zeit fiel dieser Felix in den Gartenteich. Vor lauter Aufregung !!!!!!!!! Er ging nämlich sonst nie schwimmen!! Dem hatte ich wohl ordentlich ´eingeheizt´ * grins * Es war eine helle Aufregung!!!!!!!!!! Am Abend wurde Felix abgeholt und ein paar Tage später auch Buffy.

Felix habe ich bis vor einem Jahr sehr oft wieder getroffen. Er war immer ein ausgesprochener Kavalier. Buffy und Felix sind mittlerweile beide im Regenbogenland. Sie sind beide alt geworden und hatten ein schönes Leben.

Als ich nun einziger Hund im Haus war, hatte ich erst mal richtig Zeit mir das hier mal alles in Ruhe anzugucken!!! Nett war´s hier. Und die beiden Menschen waren auch recht nett. Sie ließen mir Zeit,.... so viel Zeit wie ich brauchte. Und deshalb ließ ich mir dann auch nach kürzester Zeit schon von ihnen den Bauch kraulen. Allerdings fingen sie dann kurz darauf an, mir die Filzknoten aus dem Fell zu zumseln. SOOOOO hatten wir aber nicht gewettet!!!!!! Na ja, aber sie haben mich dann doch davon überzeugen können, dass das wohl sein muss.

Ich habe viel von meinem ´früheren Leben´ vergessen, aber ich habe auch viel behalten. So nuckele ich heute noch an Kissen oder Deckenzipfeln,.... laufe auf zwei Beinen neben Kinderwagen her, um einen Blick hinein zu erhaschen,..... und meine neuen Dosenöffner müssen mich immer noch an die Leine nehmen, wenn Jungs um die 10 Jahre in meine Nähe kommen. Nein !!!! Ich beiße sie nicht, aber ich muss doch immer mal wieder so tun als ob. Ich mag keine Kinder mehr. Jetzt brauch ich sie ja auch nicht mehr mögen.

Kurz nach meinem Einzug habe ich erfahren, dass meine alten Besitzer sich einen Welpen gekauft haben. Ich versteh das zwar nicht, aber wenn das Kind von ihm nicht krank wird, dann ist ja gut, dann lag es wohl doch nur an mir.

Ich habe lange gebraucht, um mich hier an alles zu gewöhnen. Aber ich habe es gerne getan. Ich muss zwar 5 Tage in der Woche ziemlich lange alleine bleiben, aber ich habe Haus, Hof und Garten, dank Hundeklappe, zur freien Verfügung. Auch wenn ich das Nachbars Katze immer wieder von neuem erklären muss!!! Die WILL das einfach nicht verstehen. !!! Eigentlich mag ich Katzen ja ganz gerne, aber die sitzt immer oben auf der Mauer und schneidet mir Grimassen. Das ärgert mich.

Als Entschädigung für die Zeit alleine bekomme ich viele Spaziergänge und werde überall hin mitgenommen!!!! ÜBERALL!!!! Das find ich klasse, vor allem, weil ich soooo gerne Auto fahre,... also: natürlich nicht selber .Ich muss dann immer hinten sitzen, aber da kann ich super schlafen...trotzdem versuch ich manchmal auf den Beifahrersitz zu schlüpfen,........... und manchmal werd ich auch nicht zurück geschickt,... aber : pppsssstttttt !!! ;-)

Meine Menschen achten auch darauf, dass ich, wenn ich dann nach längerer Fahrt aussteige, meist ein Bad nehmen kann. Denn das ist meine Lieblingsbeschäftigung!!! Plantschen und dabei bellen!!! Das ist zwar nicht immer ´Anglerkompatibel ´ aber die Fische danken es mir. *grins*

Auf meinen Gassirunden habe ich viele Freunde kennen gelernt. Meine Menschen übrigens auch. Gestern z.B. waren wir insgesamt mit 13 Hunden unterwegs. Ich musste mich lange dran gewöhnen auch mit anderen Hunden klar zu kommen,.... IMMER klappt es auch heute noch nicht. Aber meine Menschen fanden es sehr wichtig, mich immer wieder mit anderen Hunden zusammen zu bringen. Mir war das nicht immer recht. Heute freue ich mich sogar schon über manche Begegnungen. Andere lass ich einfach nur über mich ergehen,... aber auch damit sind meine Menschen schon zufrieden.

Tja,.... Menschen sind manchmal schon komische Tiere.

Ich könnt Euch noch soooooviel erzählen. Weil mein Leben jetzt soooo abwechslungsreich geworden ist. Aber ich hör jetzt erst mal auf. Später vielleicht noch mal mehr.

Eure
Cindy


 

Cindy hat am 2. Juni 2010 ihren Weg über die Regenbogenbrücke angetreten. Wir sind alle sehr traurig. Mach es gut, kleines Mädel!