Hallo, ich bin der Sato! Ich wurde am 15. Dezember 2003 auf Kreta geboren, und zwar in einer Baumwurzel. Im Januar brachte man mich und meine Geschwister dann zur Tierhilfe Arche Noah, von wo aus ich im April 2004 ins TH Münster/Westf. gebracht wurde. Da saß ich nun in meinem Zwinger und fühlte mich ein wenig verlassen.

Leute kamen und gingen, aber ich durfte wohl noch nicht mit oder keiner wollte mich haben. So genau weiß ich es gar nicht.

 

Aber dann! Es war an einem Montagnachmittag! Es war der 24. Mai 2004! Mein Glückstag! Drei Menschen, das waren Julia, Inge (Frauchen von Charly) und Alfred (Chef von Inge und Charly) kamen an meinen Zwinger, schauten mich an und lockten mich. Sofort krabbelte ich an den Zaun und legte mich auf den Rücken.

Die Eine, das war Julia, wie sich herausstellte, fing auch gleich an, mich zu streicheln. Sie sah mich richtig verliebt an. "Die ist es! Die muss es sein!", hab ich nur gedacht. Plötzlich gingen sie wieder weg. He! Was soll das? Wo wollt ihr hin?

Aber eh ich mich versah, kamen sie mit der TH-Leiterin zurück und holten mich raus. Sie nahmen mich mit zu einem Spaziergang. Ja! Ich war überglücklich.

Dann ging's zurück! Ne, das passte mir aber nun gar nicht. Ich will nicht zurück. Ich sträubte mich, was das Zeug hielt, aber es nützte nichts, ich musste zurück ins Tierheim. Nun verstand ich die Welt nicht mehr. Die waren doch soooo nett zu mir gewesen, warum nehmen sie mich denn nicht mit?

 Zwei Tage später, es war der 26. Mai 2004, stand Julia plötzlich wieder vor meinem Zwinger. Sie hatte diesmal zwei andere Menschen mitgebracht, ihre Eltern Annemie und Klaus. Ich schöpfte wieder  Hoffnung und zeigte mich von meiner allerbesten Schokoladenseite. Und dann war es soweit! Ich wurde wieder aus meinem Zwinger geholt, dann erledigten die Menschen noch allerlei Papierkram, und  dann endlich hatte ich ein neues Zuhause. Das heißt, es war ja eigentlich mein erstes richtiges Zuhause.

 An dem Haus angekommen, traute ich mich erstmal gar nicht da rein. DAS war ich ja nun gar nicht gewohnt. So ein riesiger Klotz! Ne ne, wer weiss, wo die mit mir hingehen. Nach einigen netten  Lockversuchen liess ich mich denn doch überreden, und nach ein paar Tagen fühlte ich mich in meinem neuen ersten Zuhause pudelwohl. So wohl, das ich glaubte, alles wäre meins: Die Zeitung, die  Post, die Hausschuhe, die Blumentöpfe........! Irgendwie waren meine Menschen da allerdings anderer Meinung. Hm!

 Am Donnerstag nahm Julia mich dann mit in Annemies Büro. Dort lernte ich Charly kennen. Ein super Kumpel, kann ich euch sagen. Erstmal musste ich ihm allerdings klar machen, dass Julia MEIN  Frauchen ist. Also knurrte ich ihn an, als er zu Julia wollte. Das hat er auch sofort akzeptiert. Na ja, ansonsten ist er im Büro der Boss, aber das ist für mich schon ok. Mittlerweile lässt er mich sogar  grosszügig in seinem Körbchen schlafen. Ich glaube, das macht er aber nur, weil er dann öfters bei seinem Frauchen auf den Schoss darf, dieses Schlitzohr.

 Wir hatten eine herrliche Zeit. Tobten zusammen, schliefen zusammen und leckten sogar zusammen aus einem Joghurtbecher. Ja, ja, ich sagte, wir hatten! Denn seit Ende Mai 2005 ist mein Herrchen zu Hause und das bedeutet, dass ich nicht mehr jeden Tag mit ins Büro darf. Schade! Aber WENN wir uns dann sehen, dann wird erstmal ausgiebig getobt bis zum Umfallen!

Charly und Sato

 

Sato ist am 21. Februar 2017 über die Regenbogenbrücke gegangen. Komm gut rüber, Süßer. Und klau nicht wieder mit Ruby Kuchen, hörste!

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